Wenn eine Behandlung im Wachzustand nicht passend ist
Unser Ziel ist, dass Kinder sich während einer Zahnbehandlung gut begleitet fühlen und Vertrauen entwickeln können. Deshalb schauen wir nicht nur auf den zahnmedizinischen Befund, sondern auch darauf, was ein Kind in der jeweiligen Situation bewältigen kann.
Manchmal übersteigt der notwendige Behandlungsbedarf die aktuelle Behandlungsbereitschaft. In solchen Fällen prüfen wir sorgfältig, ob eine Behandlung im Schlaf für das Kind sinnvoll sein kann.
Wann kann eine
Vollnarkose
in Betracht kommen?
Eine Behandlung im Schlaf kann beispielsweise erwogen werden:
- bei einem sehr jungen Kind
- wenn der Behandlungsbedarf die aktuelle Behandlungsbereitschaft übersteigt
- wenn negative Vorerfahrungen eine Behandlung im Wachzustand erschweren
- wenn eine reguläre Zahnbehandlung trotz behutsamer Vorbereitung nicht möglich ist
- wenn wir nach Untersuchung und Gespräch zu dieser Einschätzung kommen
Eine Vollnarkose ist keine pauschale Lösung. Die Entscheidung wird immer individuell getroffen und mit den Eltern besprochen.
Wie wird das
Vorgehen
geplant?
Nach der Untersuchung erklären wir Ihnen den Befund und besprechen, welche Behandlung notwendig ist. Dabei berücksichtigen wir neben dem Zustand der Zähne auch das Alter, bisherige Erfahrungen und die aktuelle Behandlungsbereitschaft Ihres Kindes. Die konkreten Abläufe rund um die Vollnarkose werden vor dem Behandlungstermin individuell mit Ihnen abgestimmt.
Bei der Planung:
- prüfen wir zunächst die individuelle Ausgangssituation
- besprechen wir, ob eine Behandlung im Wachzustand möglich erscheint
- ordnen wir unterstützende Möglichkeiten wie Lachgas ein
- erklären wir Ihnen die empfohlenen nächsten Schritte
- erhalten Sie die notwendigen Hinweise zur Vorbereitung und Organisation
Gut zu wissen
Wann immer es für das Kind und die geplante Behandlung passend ist, wird eine Behandlung im Wachzustand angestrebt. Eine Vollnarkose kann jedoch in ausgewählten Situationen ein sinnvoller Behandlungsweg sein.
Entscheidend ist nicht, die Möglichkeiten pauschal gegeneinander auszuspielen. Gemeinsam betrachten wir, welches Vorgehen zum Behandlungsbedarf und zur persönlichen Situation Ihres Kindes passt.
So können
Eltern
ihr Kind unterstützen
Eine ruhige und sachliche Vorbereitung kann Ihrem Kind Sicherheit geben. Sie müssen den Ablauf zu Hause nicht vollständig erklären – die altersgerechte Begleitung übernehmen wir gemeinsam mit den beteiligten Fachpersonen.
Hilfreich ist es:
- frühere Erfahrungen und bestehende Sorgen offen anzusprechen
- Fragen zur Behandlung vorab mit uns zu klären,
- keine Versprechen wie „Du wirst gar nichts merken“ zu geben
- die Behandlung neutral und ohne dramatische Begriffe anzukündigen
- alle individuellen Hinweise zur Vorbereitung sorgfältig zu beachten
Häufige Fragen zur
Behandlung im
Schlaf
Sie kann in Betracht kommen, wenn eine Behandlung im Wachzustand aufgrund des jungen Alters, des Behandlungsbedarfs, der aktuellen Behandlungsbereitschaft oder belastender Vorerfahrungen nicht möglich ist.
Lachgas und Vollnarkose sind unterschiedliche Möglichkeiten für unterschiedliche Situationen. Lachgas kann ausgewählte Behandlungen im Wachzustand unterstützen. Ob diese Unterstützung ausreicht, lässt sich erst nach der Untersuchung einschätzen.
Eine Behandlung im Wachzustand ermöglicht es, das Kind aktiv und schrittweise durch den Termin zu begleiten. Sie ist jedoch nicht in jeder Situation der passende Weg.
Die konkreten Hinweise hängen vom organisatorischen und medizinischen Ablauf der Praxis ab. Sie erhalten alle notwendigen Informationen rechtzeitig vor dem Behandlungstermin.
Auch die Hinweise für die Zeit nach dem Termin werden individuell mit Ihnen besprochen. Die konkreten Angaben sollten auf der Website erst ergänzt werden, sobald der Praxisablauf fachlich bestätigt ist.